Erstflug der Eta von Bruckmann

Die ETA im Original ist ein eigenstartfähiges doppelsitziges Segelflugzeug mit 30,90m Spannweite der
Offenen Klasse. Es ist das weltweit größte und leistungsfähigste Sportsegelflugzeug. Der Erstflug fand
am 31. Juli 2000 statt.

Und wer hätte gedacht, dass sich die kreativen Männer namens Gerhard und Gernot BRUCKMANN
der namentlich selben Modellbaufirma nach fast 16 Jahren, dieses exklusive Flugzeug im Masstab 1.2
nachbauen würden. Wer Bruckmann kennt weiß, dass nichts unmöglich ist.
Also entstand nach mehr als 1000 Stunden Planung, Berechnungen und Arbeit die ETA.
Bemerkt werden muss, dass drei weitere Techniker aus Slowenien  –
Rastko KOS, verantwortlich für die Aerodynamic,
Matjaz REMEC, und sein Bruder Joze die CAM, CNC – für die Programmierungen und die Herstellung
des Urmodells für den Rumpf verantwortlich waren.

Beeindruckend sind die technischen Maße:
Derzeit ist das Modell eta das weltweit größte Modellsegelflugzeug.
Flügelspannweite: 15.450 mm
Mittlere Flügeltiefe: 319 mm
Flügelstreckung: 53
Flügelfläche: 472 qdm
Gewicht: 39 kg
Flächenbelastung: 83 g/qdm
HLW Spannweite: 1.594 mm
Rumpflänge: 4.820 mm
Flügelprofile: HQ Strak (HQ-DS, HQ-ACRO, HQ-Winglet), HLW Profile HQ-ACRO symetrisch

In einer Fläche befinden sich zB.: 8 Servos. Detailgetreu gestaltet wurde auch das Cockpit.
Am 06.07.2016, gegen 10:00 Uhr, bei strahlend blauem Himmel und besten Verhältnissen war es
dann so weit.

Auf unserem Flugplatz in Feistritz/Gail und dem frisch gemähten „fast–Golfrasen“, der wie immer
von unserem Obmann Hans WALLNER exzellent gepflegt wird, fand der Erstflug der ETA statt. Pilot:
selbstverständlich der Profi Gernot und Schlepppilot sein Vater Gerhard mit dem bewährten
Swisstrainer. Am Flugplatz eingefunden hatten sich zahlreiche Experten des Flugmodellsportes, nicht
nur aus Österreich, auch aus Deutschland und Slowenien. Der Start erfolgte problemlos, der Flug
ebenfalls, so der Pilot Gernot. Es war eine wahre Augenweide, die Maschine majestätisch im Flug
und in extrem engen Kurven kreisen zu sehen. Entspannt landete Gernot die Maschine butterweich
auf dem Flugfeld. Der Applaus galt dem Piloten, den Erbauern und Technikern aus Slowenien. Danach
wurde stilgerecht mit einem Glas Sekt auf den Erfolg angestoßen.

Mit Worten kann man die schönen Flugbilder der ETA kaum beschreiben, man muss es gesehen
haben. Ein kleiner Fotoauszug ist zum Genießen angefügt.

ossimaier